I love Can Picafort oder endlich Urlaub ohne Kinder

Tag 2

 

Mallorquinisches Schaf Nr. 14738, Mallorquinisches Schaf Nr. 14739, Mallorquinisches Schaf Nr. 14740, Mallorquinisches Schaf Nr. 14741,……………..

>>>>>>„IN TO THE MAREEEEEEEEeeeeeeeee !!!!!!!!!!!“ <<<<<<<< ……… >>>>RUMS (TÜR)<<<<<<<

Ich stehe senkrecht im Bett ….. WWWWWW …. Wer? Ich… ich erinnere mich, Wo? Can Picafort, Hotel Horitzo, Wie? Mit Flugzeug und KFZ-Beule….. wie komme ich auf diesen Begriff? Was? Tür Wieso? Muß ich später klären, Wie spät? ……. Ich taste nach meinem Handy, da ich die Uhrzeiger meiner Uhr nur mit Brille erkennen kann und ich die Brille bestimmt nicht ohne Brille finde (Teufelskreis..). ………. 8:05 Uhr……… WARUM ?, ich hab URLAUB !!!

Nebenbei, wo ist meine Frau ? Langsam steigt in mir die Vorahnung, das mein plötzliches Erwachen etwas mit der Begeisterung meiner Frau zu tun haben könnte. Frau….weg, Handtuch….weg, Frauenlatschen……weg, letzte Bestätigung, Badeanzug von Frau auch weg. Ich schleppe mich zum Balkon und sehe ein schwarzes Etwas durch die Wellen springen……..Frau.

Erst jetzt bemerke ich das tolle Panorama und die grandiose Aussicht vom Balkon aus. Es ist herrlich wieder hier zu sein. Can Pic, wir haben dich vermisst. Die Sonne ist noch nicht ganz aufgegangen. Im Moment steht sie in etwa über der Ermita de Betlém. Ist eine kleine Einsiedelei in den Bergen zwischen Arta und Son Serra de Marina aber mit traumhaftem Blick über das Meer. Vielleicht kann ich ja meine Frau von einem Ausflug dort hin überzeugen. Der schwarze Punkt in den Wellen ist verschwunden…….ach nee doch nicht, nur ca. 150m weiter rechts. Ziemlich starke Strömung heute.

Egal, bin wach und in meinem Innern regt sich das Verlangen nach einem leckeren spanischen Kaffee. Ah, vorher Bad. Also Bett rübergeschoben, Tür auf und schon stehe ich vor dem Waschbecken. Ne wa ? Wenn ich die Tür schließe und mich über das Waschbecken beuge versucht der Türknauf eine innige Beziehung mit meinem Schließmuskel einzugehen ? Sind Spanier wirklich so klein ? Ich bekomme ein Deja Vue vom gestrigen Tag………. Hotels ohne Sterne ? Ok ich lasse die Tür ja auf. Türen von Toiletten werden ja generell überbewertet. Aber Duschen…. Toller Druck und ich fange schon fast an, unter der Dusche zu singen. Fertig,…………. Warum steht jetzt das Wasser auf dem Fußboden und fließt gerade in Richtung Bett? Schnelles Handeln ist jetzt angesagt, um meinen Koffer, der wegen Platzmangel auf dem Boden vor dem Bett steht, vor den anrückenden Fluten zu retten. Ich greife mir eines der Hoteleigenen Handtücher und forme es behände zu einem Damm. Die Tür fliegt auf Meine Frau erscheint, glücklich und mit einem strahlen im Gesicht. „Ich war IN TO THE MARE, herrlich…….. warum sitzt du splitter faser nackt und nass auf dem Fußboden ?“ „Ich habe mir soeben ein eigenes „Mare“ gebastelt, da ich zu faul war zu weit zu laufen. „ Als Antwort bekam ich so was wie, ich hätte wohl nicht alle Tassen im Schrank. Wenigstens hatte sich dadurch geklärt, wieso ich Senkrecht im Bett stand. Nach dem die Fluten gebändigt und alle Anwesenden angezogen waren, ging es Richtung Frühstück. „Freu“ lecker spanisch Kaffee……

Das Frühstück für die „Gäste“ des Horitzo wurde im gegenüber liegenden Hotel CànPicafort serviert. Von unserm Balkon hatten wir ja schon einige Gäste mit ihrem Frühstück auf der Terrasse gesichtet. Trotzdem fragten wir brav nach dem Weg zum Frühstück. „Für Gäste des Horitzo, bitte die Treppe runter in den Keller.“ ……………………………………………………….. Äh, wie, nö, wah. „Hier oben nur für Gäste des CánPicafort.“ Meine Magensäure meldete sich und ich überlegte, ob es auch Minussterne für Hotels gibt. Die „Unlust“ im Hintergrund grinste……..mir fiel wieder der Gehstock ein….. Ok, bloß entspannen, das schaffst du schon. Es kamen keine beruhigenden Worte meiner Frau. Irgend wie sah sie aus wie die Beschreibung einer Salzsäule aus dem Alten Testament. Keller, na wenigstens mit Fenstern, in ca. 1,8 Metern Höhe. Man hatte auch eine interessante Aussicht, wenn weibliche Personen mit Rock an den Fenstern oben vorbei liefen. Deshalb saßen die meisten anwesenden Männer also in Richtung Fenster. >>KAFFEE<< ……..Automat ? 1.Versuch….. Kaffee mit Milch……. würg. 2. Versuch……. Kaffee pur mit Milch vom Buffet…….. würg. 3. Versuch….. Doppelter Espresso mit Milch vom Buffet……. mir wird übel. Die Sache mit dem Kaffee ist damit erst mal vom Tisch. Mein innerer Druck steigt langsam an. Essen…… Brötchen….ok, Ei……geht, gebackener Schinken……..da kann ich ja gleich wieder Kaffee holen. Ein plötzliches unterdrücktes Geräusch das ich zu kennen glaube dringt an mein Ohr. Meine Frau. Sie steht vor dem frischen Gemüse und winkt mir zu….. ne sie fächelt über dem Gemüse. Ich komme näher und schaue mir den Grund für ihr Verhalten an….. Also….. Ein echter deutscher, frischer Kuhfladen hat weniger Fliegen als die geschnittenen Tomaten in der Schale auf dem Buffet. In einigen afrikanischen Landstrichen würde man dies jetzt als Delikatesse bezeichnen…….. ENDE MIT FRÜHSTÜCK……..ich brauche immer noch einen spanischen Kaffee.

Gleich hinter dem Hotel, in der gleichen Straße, Calle Via Alemanya (wie passend), fast an der Ecke zum Passeig Colon, hatte kurz vorher eine kleine Tappas Bar mit dem Namen „Ca´n Tomas“ geöffnet . Gleich hin und …… un cafe con leche por favor et un espresso doble….. äh war das jetzt richtig ? Egal, die nette spanische Bedienung lächelte, als ob sie ahnte was wir durch gemacht haben und antwortete in gebrochenem Deutsch…. Sofort. Can Pic…… wir sind da…….. Eines war klar, wenn mich meine Frau mal suchen müsste, hier würde sie fündig werden. Der Kaffee ist lecker und nur halb so teuer wie im Cafe Horitzo. So saßen wir Glücklich beim Kaffee und fingen an den Tag zu verplanen. Als erstes stand mal ein ausgiebiger Spaziergang durch den Ort auf dem Plan, damit man sah, was sich alles verändert hatte.

Nachdem meine Frau vermutlich jeden Laden durchkämmt hatte, immer auf der Suche nach Schnäppchen, die es hier natürlich nicht gab, gelangten wir bis zur Fußgängerzone (Av. Josep Trias). Plötzlich merkte ich das riesige loch in meinem Magen, da das “Frühstück“ doch etwas rudimentär ausgefallen war. So stand ich da, Mitten auf der Kreuzung und liebäugele in Richtung „Burger King“. „Lass dir ja nicht einfallen, mich dort rein zu verschleppen !“ Ups, meine Frau war plötzlich neben mir erschienen. Nieeee nicht, was denkst du denn von mir…… Natürlich konnte ich die Warheit nicht zugeben……HUNGER. Ich brauchte schnellstens eine Alternative, die ich auch als von mir geplant verkaufen konnte. Petit….was…..ah „Petit San Remo“…… Schatz, da wollte ich mit dir hin. Das Gesicht meiner Frau hellte sich wieder auf. Na klar, das Restaurant kannte ich noch vom Februar, eines der wenigen Restaurants, die das ganze Jahr offen haben. Hier trafen sich Einheimische Spanier und Zugezogene und Touristen. Der Ober rauschte heran und überschlug sich fast vor Freundlichkeit. Ich hatte das Gefühl, „Der Kunde ist König“ gehörte zu den Grundprinzipien dieses Ladens oder hatte ich nur einen guten Tag erwischt ? „Jägerschnitzel mit Pommes und einen Shanty“ , meine Frau bestellte sich die Schweinelendchen und ebenfalls einen Shanty. Boah war ich satt. Ich hatte in diesem Augenblick sogar das Frühstück vergessen………leider. Und …… un cafe con leche por favor et un espresso doble … ich hielt mich diesmal nicht mehr mit der Frage auf, ob die Bestellung korrekt war, ich hatte das Gefühl, der Ober las die Bestellung von meinen Augen ab. Glücklich, zufrieden, satt……wir sind in Can Pic lol. Endlich hatte man die Zeit auch mal zu schaun, was auf der Straße los war. Ahja,….. Familie mit Kind…. Mutter will Richtung Strand, Er will sich irgendwo hinsetzen und Kind will wieder in die andere Richtung, zu den Spielzeugen. Bin ich froh, dass diese Zeiten vorbei sind. Ich erwache aus meinen Gedanken. „Warum grinst du so ?“ Äh, Schatz, ich hab gerade an die Kinder gedacht…… (Kinder? 2x18 und 1x 21 Jahre). „Ja, ich überlege gerade auch, was wir ihnen mitbringen.“ In meinem Kopf manifestiert sich gerade das Bild meiner Kinder, in „echten“ spanischen Flamencokostümen……ich grinse noch mehr. Ich glaube, gemeiner kann ein Vater nicht schauen. Ich werde wieder ernst, bevor meine Frau es bemerkt. Wir bezahlen und laufen noch die Fußgängerzone hoch. Als wir an einem der vielen Touristenläden vorbeikommen, fällt mein Blick auf ein weißes T-Shirt mit roten Herzen und der Aufschrift „Lucky Girl to Day“…… Das Grinsen ist wieder da, ich kann nichts dafür. Aber auch die Erkenntnis, was manche Eltern ihren Kindern antun.

Nach weiteren Kilometern, die wir durch die Stadt liefen, kehrten wir noch mal für ein Feierabendbier bei Sam ein und erzählten ihm von unserem Tag. Dann ging es am Strand zurück in unser „Hotel“. Ich fiel sofort ins Bett und schlief. Selbst das müde, nicht ganz ernst gemeinte Gemecker meiner Frau, als sie mich mit meinem Bett wegschieben musste, um ins Bad zu gelangen, bekam ich nicht mehr mit……… Mallorquinisches Schaf Nr. 1,…………

 

zum Tag 3

 

© 2015 by Mike / HiViCo

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